Wirkung von L-Arginin

Bei L-Arginin handelt es sich um eine semi-essentielle proteinogene Aminosäure. Auszeichnen kann sich Arginin besonders durch den hohen Anteil an dem Überträgermolekül Stickstoff. Aminosäuren unterscheiden sich durch Stickstoff von Fetten und Kohlenhydraten. Arginin ist wichtig für die Bildung des männlichen Spermins, für die Produktion des körpereigenen Insulins und für die Regulierung der Gefäße. Die Zufuhr von L-Arginin ist in den Krankheits- und Wachstumsphasen wichtig. Immer öfter wird L-Arginin heute auch als essentielle Aminosäure eingeordnet.

Wie sieht die Wirkung von L-Arginin aus?

Es gibt einige Studien zu der Wirkung auf den Blutdruck und die Gefäße. Für das gefäßsteuernde Molekül NO ist L-Arginin der einzige Ausgangspunkt und somit kann die Flexibilität der Gefäße offensichtlich verbessert werden. Dem Körper wird dabei geholfen, dass die natürliche Regulierung von dem Blutdruck verbessert wird. Die zusätzliche Einnahme von L-Arginin kann somit für die verbesserte Durchblutung der kleinen Gefäße sorgen. Bei Patienten mit Hypertonie trägt L-Arginin signifikant für die Verringerung von dem Blutdruck bei. L-Arginin wirkt der Thromozytenaggregation entgegen und es trägt zu den Fließeigenschaften bei dem Blut bei. Festgestellt wurde die Wirkung bei der Dosierung von sieben bis acht Gramm pro Tag. Erektionsstörungen sind in der heutigen Zeit nicht selten und die Potenzprobleme beruhen auf den Durchblutungsstörungen. Im Alter ist die Flexibilität von den Gefäßen zunehmend eingeschränkt und so gelangen zu den Zellinnenwänden nicht mehr ausreichend der steuernden Moleküle. Der Prozess der Erzeugung von NO kann mit L-Arginin verbessert werden. Bei reinem Arginin gibt es keine eindeutigen Ergebnisse, doch eine leichte Verbesserung der Erektionsfähigkeit soll möglich sein.

Was ist noch für die Wirkung von L-Arginin zu beachten?

Die Spermien-Bildung der Männer benötigt hohe Mengen an L-Arginin. Wird täglich L-Arginin eingenommen, dann können Anteil und Anzahl der beweglichen Spermien verbessert werden. Ebenfalls eine wichtige Wirkung gibt es bei Diabetes. Immer ist bei Diabetes der Insulinwiderstand erhöht und die Insulinsensitivität ist verringert. Das körpereigene Hormon Insulin wird von den Körperzellen dann nicht mehr richtig erkannt und so wird das verfügbare Insulin nicht mehr richtig aufgenommen. Es scheint, als hätte L-Arginin auf die Insulinsensitivität Einfluss. Um etwa dreißig Prozent soll die Insulinsensitivität mit Arginin erhöht werden. Wichtig bei L-Arginin ist, dass es sich um einen Bestandteil von dem Immunsystem handelt. Durch die Einnahme soll das Immunsystem gestärkt werden und wenn die Anzahl der Lymphozyten erhöht wird, wird die Aktivität der NK-Zellen und Fresszellen verbessert. Auch mehr Interleukin-1 wird gebildet und dies ist von dem Immunsystem ein wichtiger Botenstoff. Hinweise deuten auch darauf hin, dass durch L-Arginin die Wundheilung beschleunigt wird. Besonders empfohlen wird Arginin somit bei intensivem Sport, nach Operationen oder bei Diäten. Bei gesunden Menschen kann dennoch auch die Steigerung von der Aktivität des Immunsystems erzielt werden. Bei Haarausfall soll Arginin dann ebenfalls wirken, denn sehr feine Blutgefäße versorgen die Haarwurzeln. Unterversorgungen sind schon bei leichten Schädigungen der Gefäße möglich. Es nimmt dann die Haarfülle ab, wenn sich das Haarwachstum verlangsamt. Sind die Haarwurzeln längere Zeit unterversorgt, dann führt dies zu Haarausfall. Bei Arginin gibt es den Gefäß erweiternden Effekt und damit kann die Ernährung der Haare gefördert werden. Sonst wird Arginin bevorzugt beim Krafttraining genutzt. Bei Kraftsportlern ist die durchblutungsfördernde Wirkung sehr beliebt. Die Muskeln werden dann schließlich besser mit Blut versorgt und auch mit Nährstoffen sowie Sauerstoff. Die Muskelmasse kann sich subjektiv bei Beanspruchung vergrößern, was als Pump bezeichnet wird.